Nick Trinemeier wechselt zum TVK

05.07.2016: Welt- und Europameister verstärkt Bundesligateam der Mannheimer

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk erhielt Bärbel Schmitt, stellvertretende (Foto: DFBL/Schönwandt)Abteilungsleiterin der Faustballabteilung, zu ihrem 60. Geburtstag. Nick Trinemeier, der 2009 aus der Jugend des TVK zum TSV Pfungstadt gewechselt ist, spielt ab der Hallensaison wieder für die Mannheimer.

„Diesen Wechsel haben sich viele im Verein irgendwann erhofft“, erklärt Dominik Mondl. „Wir haben ihn damals mit Blick auf seine Entwicklung in seiner Entscheidung nach Pfungstadt zu gehen bestärkt. Um so schöner, dass er nach sieben so erfolgreichen Jahren mit dem TSV nun wieder an die Wachenheimer Straße zurückkehrt.“ Das Gefühl des „Heimkehrens“ kann Mondl gut nachempfinden. Er selbst hat viele Jahre erfolgreich beim TV Waibstadt gespielt. „Ich ging als Nick gerade mal 12 Jahre alt war und kam erst, als er schon in Pfungstadt war. Im Winter stehen wir also erstmals gemeinsam auf dem Platz. Da freue ich mich besonders drauf!“
Trinemeier hat mit seinen 26 Jahren alles gewonnen, was man auf Vereinsebene gewinnen kann. Hinzu kamen 2014 der Europameistertitel und im letzten Jahr der Weltmeistertitel. Trainer Leo Goth hat damit neben Marcel Stoklasa einen weiteren Hochkaräter in seiner Angriffsreihe.

Im Gespräch erläutert Trinemeier seinen Wechsel:

Nick, was sind deine Gründe für den Wechsel zurück nach Käfertal?
Ich hatte eine sehr schöne und erfolgreiche Zeit in Pfungstadt, an die ich mich immer gerne zurück erinnern werde. Aber für mich war immer klar, dass ich früher oder später wieder zu hause in Käfertal spielen möchte. Seit meinem Wechsel 2009 sind einige Jahre ins Land gegangen. Ich bin älter geworden und habe viel Erfahrung und Erfolge sammeln dürfen. In der Zeit haben viele junge Talente den Sprung in die erste Mannschaft des TVK geschafft, was mich sehr freut. In Käfertal wartet eine große Herausforderung auf mich und das hat mich sehr gereizt. Ich will möglichst viel dazu beitragen, dass wir beim TVK Erfolg haben und freue mich sehr mit meinen alten Weggefährten und Spielern, die ich selbst in der Jugend trainieren durfte, zu spielen.

Auf was freust du dich besonders?
Für mich ist der TVK fast wie ein zweites Zuhause. Es gibt viele Menschen in Abteilung und Verein, die ich sehr schätze. Ich freue mich darauf wieder mehr Zeit in Käfertal verbringen zu können. Mit konkreten Zielen tue ich mich im Moment schwer, weil ich noch nicht genau einschätzen kann, wie die Mannschaft spielerisch harmonieren wird. Ich möchte gerne das maximal mögliche erreichen, was das in der Tabelle bedeutet, wird man dann sehen. Ich sehe großes Potenzial im Kader und bin sehr motiviert.

Wo siehst du deinen Platz innerhalb der Mannschaft?
Ich glaube, dass wir nicht allzu viel Eingewöhnungszeit neben dem Platz brauchen. Wir kennen uns alle seit etlichen Jahren und werden gut miteinander klarkommen. In der jungen Mannschaft werde ich einer der ältesten sein und gerne meine Erfahrung weitergeben.
Ich hoffe, dass ich die Mannschaft spielerisch verstärken kann. Auf welcher konkreten Position das sein wird, werden wir sehen. Ich denke, dass ich im Angriff Marcel und Gilli gut unterstützen könnte. Spiele aber gerne auf jeder Position, auf der ich der Mannschaft helfen kann.

Wie hat die Mannschaft des TSV auf deinen Schritt reagiert?
Die Mannschaft hat außergewöhnlich toll reagiert. Keiner ist mir böse, obwohl so ein Wechsel natürlich auch eine sehr emotionale Sache ist. Das rechne ich allen sehr hoch an und bin dafür sehr dankbar. Genauso dankbar bin ich für die tollen sieben Jahre.
Das Highlight war für mich, dass ich am vergangenen Wochenende die Mannschaft als Kapitän im Europapokalfinale anführen durfte, was mir sehr viel bedeutet hat. Ich bin mir sicher, dass ich auch in Zukunft weiterhin sehr guten Kontakt nach Pfungstadt haben werde.

Weitere Stimmen aus dem Verein:
Felix Klassen, Zuspieler
„Für mich persönlich wird es eine ganz andere Herangehensweise an die Spielerei in der Halle.
Vergangene Saison musste ich meinen Fokus verstärkt auf die ins Halbfeld gespielten Bälle setzen.
Mit dem Wechsel von Nick erhoffe ich mir mehr mit meiner Abwehrreihe arbeiten zu können.
Es wird eine deutlichere Trennung zwischen den Abwehr- und Angriffsspielern geben. Daraus erhoffe ich mir wiederum ein qualitativ besseres Training. Zumal Nick auch trainingstechnisch sehr große Erfahrung und Übungen, gerade im Angriffstraining in unser Training einbauen kann und wird.“

Petra Scharfenberger, Abteilungsleiterin
„Nick ist seit seiner Kindheit mit dem TVK verwurzelt und hat auch nie die Brücken zu uns abgebrochen, bringt sich ständig in die Jugendarbeit sowie in das Training der Damen mit ein.
Ich freue mich besonders, da mit Nick ein „Eigengewächs“ des TV Käfertal zurückkehrt, was unsere Mannschaft in der 1.Liga besonders auszeichnet.
Er ist eine Riesenbereicherung da er national wie international mit dem TSV Pfungstadt und der Nationalmannschaft so gut wie jeden Titel im Faustball gewonnen hat.
Ich denke er wird unserem Bundesliga Team zu weiterer Stärke verhelfen und wir werden von seiner Erfahrung profitieren. Wir freuen uns auf die Hallenrunde.“

Marcel Moritz, Abwehrspieler
„Durch seine Spielerfahrung und Erfolge kennt er die Gegner der 1. Bundesliga deutlich besser und weiß den ein oder anderen Trick, um eben diese Gegner schlagen zu können.
Das einzige Problem, dass ich im Moment befürchte ist, dass es sei kann, dass das Umfeld zu hohe Erwartungen an unsere Mannschaft setzt, denen wir (noch) nicht gerecht werden können.
Des Weiteren bringt dieser Wechsel einen extremen Motivationsschub im ganzen Verein mit sich. Nicht nur wir Spieler freuen uns extrem auf die kommende Saison, sondern auch viele anderen Vereinsmitglieder oder Sympathisanten unserer Mannschaft können es kaum erwarten, das erste Heimspiel von unserem Neuzugang zu sehen.“

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