Halbzeit in der Bundesliga

09.12.2018: Käfertaler gehen mit Achtungserfolg in die Winterpause

Dem Topfavoriten TSV Pfungstadt konnten die „Buwe“ drei Sätze abringen und zum Abschluss der Hinrunde in der Faustball-Bundesliga mehr als zufrieden sein. Trotz der Verletzung von Marcel Stoklasa spielen die Mannheimer eine großartige Saison und befinden sich derzeit zurecht auf Platz drei der Tabelle. Vor allem die kompakte Spielweise, kombiniert mit großem Kampfgeist und Moral sind die Garanten für den käfertaler Erfolg. Das Ausnahmeteam aus Pfungstadt musste sich zwischenzeitlich deutlich strecken, um die Käfertaler im Zaum zu halten. Am Ende überzeugte aber ein überragender Patrick Thomas an der Leine und lies den Mannheimern im Schlussdrittel keine Chance.


Zur Mitte der Bundesligasaison schrieb der Mannheimer Morgen „Käfertal festigt Platz in Spitzengruppe“. Diese Überschrift haben vor der Saison einige Faustballexperten nicht erwartet. Im traditionellen „Teamcheck“ der Deutsche Faustball-Liga zu Beginn der Runde hieß es „Ohne Marcel Stoklasa kann es eng werden, aber zum Klassenerhalt reichen“.

Dennoch hat das Team von Trainer Leo Goth alle überrascht. Nach der Auftaktniederlage gegen den TV Vaihingen/Enz starteten die Käfertaler eine Serie von 5 Siegen in Folge. Vor allem in heimischer Halle sind die „Buwe“ eine Macht und selbst Spitzenteams wie Schweinfurt Oberndorf oder Offenburg mussten die Punkte in der Quadratestadt lassen. Damit hat der TVK schon nach der Hinrunde nichts mehr mit dem Klassenerhalt zu tun.
„Insgeheim haben wir schon gehofft, dass wir auch ohne Marcel oben mitspielen können“, verrät Kapitän Dominik Mondl. „Wir wissen, dass wir defensiv gut spielen können und Nick damit auch einige Möglichkeiten geben können zu punkten. Dass es dann so gut läuft freut uns natürlich um so mehr.“

Nach dem zusätzlichen Ausfall von Fabian Braun als Stoklasa-Ersatz beorderte Goth Marcel Moritz auf die vakante Position vorne rechts. Ein guter Schachzug, wie sich im Laufe der Saison herausstellte. Das Dreieck mit Trinemeier, Moritz und Klassen auf der Mittelposition sorgte defensiv und im Spielaufbau für große Stabilität. Zusätzlich überzeugten Moritz und Klassen im Angriff, wenn die Gegner aus taktischen Mitteln versuchten, Trinemeier aus dem Spiel zu nehmen. Mit Mondl und Vetter auf den defensiven Außenpositionen griff Goth auf bewährte Kräfte zurück, welche die gegnerischen Angriffsreihen immer wieder zur Verzweiflung brachten. „Die Langzeitverletzten fehlen uns natürlich schon“, erklärt Goth im Interview mit dem Fernsehsender Ron TV „die Moral und der Teamgeist stimmt, und jetzt müssen wir schauen, dass wir auch bis zur Deutschen Meisterschaft weiter gut spielen.“

Zwar setzte es zum Abschluss der Hinrunde eine  Niederlage gegen den Topfavorit aus Pfungstadt, aber das „drübt in keinster Weise die positiven Eindrücke der bisherigen Saison“, so Mondl. „Wir haben Pfungstadt drei Sätze abgerungen. Das sind mehr, als die komplette Liga zusammen geschafft hat. Darauf können wir Stolz sein und aufbauen.“ Fabian Braun gab gegen Pfungstadt sein Comeback und fügte sich gleich nahtlos ins Mannschaftsgefüge ein. Nun hat der TVK für die Rückrunde eine weitere Option und kann sein spiel noch variabler aufbauen.

Die Rückrunde startet am 12. Januar mit einem Auswärtsspiel in Unterhaugstett, bevor eine Woche später am 19. Januar das nächste Heimspiel gegen den TSV Calw ansteht. Hier will das Team die Erfolgsserie weiter ausbauen, um dann zum Saisonhöhepunkt Mitte März dem Heimpublikum eine ähnlich unvergessliche Deutsche Meisterschaft zu zeigen wie im vergangenen Jahr.

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