Wichtiger Heimsieg entspannt die Situation

05.11.2018: Gegen Aufsteiger Unterhaugstett gewinnt der TVK deutlich mit 5:1

Gute Laune herrschte nach Abpfiff nicht nur bei Felix Klassen (Bild), sondern im kompletten Käfertaler Lager. Durch einen 5:1 Heimerfolg bleiben wichtige Punkte in Mannheim und die Anspannung beim TVK löst sich merklich. „Eine Niederlage heute wäre einem totalen Fehlstart in die Saison gleichgekommen“, so ein sichtlich erleichterter Dominik Mondl nach der Partie. Der Kapitän stellte zudem die Mannschaftsleistung als Schlüssel zum Erfolg heraus: „Wir mussten durch unsere Ausfälle nochmals umstellen, haben das aber sehr gut hinbekommen.“ Die Zuschauer sahen ein Käfertaler Team, welches vor allem defensiv zu überzeugen wusste.


Vor Anpfiff bat der 1. Vorsitzende Jörg Trinemeier um eine Schweigeminute für den verstorbenen Arthur Schnabel. In einer emotionalen Ansprache würdigte er den Olympiamedaillengewinner und Freund des TVK. Schnabel hat über Jahre hinweg die Männer und Frauenteams der Käfertaler in seinem Sportstudio trainieren lassen und so maßgeblich zum Aufstieg der Bundesligateams beigetragen. Er verstarb überraschend nach dem Finale der Veteranen-WM vor zwei Wochen in Mexico.


Vielleicht aufgrund der persönlichen Nähe zu Schnabel tat sich die Mannschaft von Trainer Leo Goth zu Beginn der Partie noch schwer. Bis zum 5:5 konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Dann aber rollten die „Buwe“ los und kamen durch eine 6-Punkte-Serie zum 11:5 Satzgewinn. Sicherheit brachte der hohe Satzgewinn anscheinend aber nicht. In Satz zwei unterliefen vor allem Angreifer Nick Trinemeier ungewöhnlich viele Fehler im Aufschlag. Diese Chance lies sich Unterhaugstett nicht nehmen und konterte mit einem 11:8 zum Satzausgleich.


Im Folgenden spielten die Mannheimer wieder souveräner. Trinemeier stabilisierte seinen Aufschlag und kam vor allem aus dem Spiel immer wieder in gute Abschlusspositionen. Allen voran Marcel Moritz, den Goth auf die vakante vorne-Rechts-Position beorderte, überzeugte mit passgenauen direkten Zuspielen für Trinemeier. Dieser punktete teilweise wie am Fließband und sorgte damit maßgeblich für ein 11:5 aus Sicht des TVK.


Unterhaugstett versuchte durch mehrere Wechsel im Angriff die käfertaler Defensivachse zu knacken. Ein probates Mittel fanden die Nordschwarzwälder aber nicht. Nur selten ließen Klassen, Vetter und Mondl einen Ball passieren. Kleinere Unsicherheiten im Zweitschlag und der eigenen Angabe konnten die Spielfluss nicht maßgeblich stoppen und die Käfertaler kamen über 11:8, 11:5 und 11:8 zu einem am Ende verdienten Heimsieg.


Abwehrspieler Hendrik Vetter attestierte seiner Mannschaft die „richtige Reaktion nach dem Spiel gegen Vaihingen“ gezeigt zu haben und betonte, dass das Spiel „sehr viel Spaß“ gemacht habe. Den nächsten Gegner Calw schätzt Vetter als „schwierigen Gegner“ ein. „Vor allem im Angriff ist Calw stark. Wir müssen versuchen, Angabe und Spielschlag in den Griff zu bekommen und dann schauen was geht. Ich freue mich auf jeden Fall drauf.“

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