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Vom Standstreifen auf die Überholspur

09.01.2018: Erst Autopanne, dann Turniersieg für die Männer des TVK

Das Drei-Königs-Turnier in Bretten hat sich in den letzten Jahren zum besten Hallenturnier Deutschlands entwickelt. Nach der Weihnachtspause nutzen viele Bundesligateams das Turnier als Standortbestimmung und Vorbereitung auf die weitere Saison. Auch die Käfertaler „Buwe“ nahmen die Einladung gerne an. Am Ende siegte das Team von Trainer Goth nach einem hochklassigen Finale gegen den FBC Offenburg im Entscheidungssatz. Damit setzte sich der TVK gegen sechs weitere Erstligisten, vier Zweitligisten und den ausrichtenden TV Bretten durch.

Es war ein kurioser Turnierverlauf, denn zum ersten Spiel konnten die Mannheimer erst einmal nicht antreten. Kurz nach der Abfahrt an der Wachenheimer Straße streikte die Kupplung des Vereinsbusses und man fand sich auf dem Standstreifen der B38a wieder. Glücklicher Weise wurde ein fähiger und überaus schneller „gelber Engel“ gerufen, der den Bus abschleppte und wieder ans Vereinshaus zurück brachte. Die Spieler konnten ein Taxi rufen, was ebenfalls keine 5 Minuten auf sich warten lies. „Dank der schnellen Hilfe hatten wir Glück im Unglück“, so Nick Trinemeier nach der Panne. Der Nationalspieler und seine Mannschaftskollegen konnten keine 60 Minuten nach der ursprünglichen Abfahrt mit Privatautos die Fahrt nach Bretten aufnehmen. Für das erste Spiel wäre die Anfahrt dennoch zu spät erfolgt, doch die Spielleitung und die Mannschaften in Bretten zeigten sich entgegenkommend und änderten den Spielplan etwas um. So startete der TVK trotz Verspätung gegen den TV Bretten, den TV Hohenklingen und den TV Schweinfurt-Oberndorf ins Turnier.

Den Spielern schien die hektische Anfahrt nichts ausgemacht zu haben, denn mit guten Leistungen gelangen zwei klare Siege gegen Bretten und Schweinfurt und damit der Einzug in die Endrunde. Hier trafen die Käfertaler auf die Bundesligakonkurrenten aus Vaihingen/Enz und den Zweitligisten TV Waibstadt. Trotz des Fehlens von Marcel Stoklasa überzeugte die Mannschaft auf allen Positionen und konnte auch hier als Sieger vom Platz gehen. Der Lohn war der direkte Einzug ins Endspiel gegen den FBC Offenburg.

Das badische Derby entwickelte sich zu einer spannenden und hochklassigen Partie. Nachdem der TVK den ersten Satz mit 11:9 abgeben musste, kämpfte man sich im zweiten Satz mit 11:7 in den Entscheidungssatz. Dieser wurde nach dem Turniermodus „Best-of-Five“ ausgespielt. Nick Trinemeier eröffnete den Satz mit einem Angaben-Ass und brachte so sein Team in Front. Sven Muckle auf Seiten der Ortenauer hatte nicht so viel Erfolg. Seine beiden folgenden Aufschläge gingen ins Aus und damit der Satz 3:0 nach Mannheim. „Unser Ziel muss es nun sein, diese Leistungen auch in der Liga regelmäßig abzurufen“, hofft Goth auf eine erfolgreichere Rückrunde.
Turnierleiter Harald Muckenfuß überreichte den Siegerpokal und zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf. „Das war wieder Faustball auf höchstem Niveau und eine gelungene Werbung für unseren Sport.„

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